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© Bild: FB Der Papst kommt

Joseph Ratzinger in Berlin

Keine Macht den Dogmen

© Bild: Klaus Lederer

Carsten Schatz als Redner auf der Demo "Der Papst kommt!"

 

"Päpste sind Mörder"

 

1996, die älteren unter ihnen und unter euch werden sich erinnern können, besuchte der Vorgänger von Herrn Ratzinger, Herr Woitila, Berlin. Auch damals gab es eine Demonstration gegen den Besuch, an der ich auch teilnahm. Ich wollte nicht einfach so dahin gehen und malte mir ein Schild, das sofort nach der Ankunft am Winterfeldplatz beschlagnahmt wurde, ich hatte eine Anzeige am Hals wegen §103 StGB (Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes).

 

Was stand drauf?

 

Päpste sind Mörder stand drauf.

 

Wie kam ich dazu?

 

1981, vor 30 Jahren, wurde in Los Angeles zum ersten Mal eine Krankheit diagnostiziert, die später als AIDS bekannt wurde. Schon früh waren die Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ein Zentrum der weltweiten Epidemie. Millionen von Menschen infizierten sich und starben, wegen der verfehlten Politik des Vatikans Kondome zu verdammen. Ich fand das gerechtfertigt, den Boss der Institution in die Verantwortung zu nehmen.

 

Das ist 15 Jahre her. Wie ist die Situation heute?

 

Erst vor wenigen Wochen trafen sich in New York die Staaten der Völkergemeinschaft um über eine neue Strategie der weltweiten AIDS-Bekämpfung zu entscheiden. Sie verabschiedeten eine Resolution, der der Vatikan widersprach mit folgen Worten:

 

"... der Vatikan unterstützt nicht den Einsatz von Kondomen in der sexuellen Aufklärung und in der HIV-Prävention. Anstrengungen sollten sich darauf konzentrieren, die Welt nicht zu überzeugen, dass gefährliches Verhalten Teil eines akzeptablen Lebensstils ist, sondern auf ethische und empirisch bewiesene Risikovermeidung."

 

Was der Vatikan darunter versteht kommt jetzt:

 

"Die einzig sichere und total verlässliche Methode einer HIV-Übertragung vorzubeugen ist die Abstinenz vor der Ehe und Respekt und gegenseitige Treue in der Ehe. Das war und muss immer die Basis jeder Diskussion über HIV-Prävention und Unterstützung Infizierter sein."

 

Mit anderen Worten: 30 Jahre nach der ersten Diagnose von Aids, nach der Infektion von Millionen von Menschen in der gesamten Welt und gerade in den Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas, in denen das Wort der katholischen Kirche etwas gilt, wird diese tödliche Propaganda durch die katholische Kirche weiter vertreten und verbreitet.

 

Ich will es gerade heraus sagen: Der Spruch Päpste sind Mörder, den ich vor 15 Jahren auf ein Papp-Schild schrieb, ist nach wie vor aktuell. Ich finde es beschämend, dass die gewählten Vertreter unserer Bevölkerung Ratzinger zu sich über Moral und Ethik sprechen lassen. In meinem Namen findet das nicht statt.

 

Ich bin froh, dass wir uns hier bunt und mit Lust versammelt haben, um gegen den Besuch und die Bundestagsrede des alten skurrilen Mannes zu protestieren.

 

Jahr für Jahr sterben ca. 2 Millionen Menschen weltweit an AIDS, vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die letzte Minute meiner Redezeit möchte ich ihrem Andenken widmen.

Carsten Schatz als Redner auf der Demo "Der Papst kommt!"

"Päpste sind Mörder"


1996, die älteren unter ihnen und unter euch werden sich erinnern können, besuchte der Vorgänger von Herrn Ratzinger, Herr Woitila, Berlin. Auch damals gab es eine Demonstration gegen den Besuch, an der ich auch teilnahm. Ich wollte nicht einfach so dahin gehen und malte mir ein Schild, das sofort nach der Ankunft am Winterfeldplatz beschlagnahmt wurde, ich hatte eine Anzeige am Hals wegen §103 StGB (Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes).

Was stand drauf?

Päpste sind Mörder stand drauf.

Wie kam ich dazu?

1981, vor 30 Jahren, wurde in Los Angeles zum ersten Mal eine Krankheit diagnostiziert, die später als AIDS bekannt wurde. Schon früh waren die Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ein Zentrum der weltweiten Epidemie. Millionen von Menschen infizierten sich und starben, wegen der verfehlten Politik des Vatikans Kondome zu verdammen. Ich fand das gerechtfertigt, den Boss der Institution in die Verantwortung zu nehmen.

Das ist 15 Jahre her. Wie ist die Situation heute?

Erst vor wenigen Wochen trafen sich in New York die Staaten der Völkergemeinschaft um über eine neue Strategie der weltweiten AIDS-Bekämpfung zu entscheiden. Sie verabschiedeten eine Resolution, der der Vatikan widersprach mit folgen Worten:

"... der Vatikan unterstützt nicht den Einsatz von Kondomen in der sexuellen Aufklärung und in der HIV-Prävention. Anstrengungen sollten sich darauf konzentrieren, die Welt nicht zu überzeugen, dass gefährliches Verhalten Teil eines akzeptablen Lebensstils ist, sondern auf ethische und empirisch bewiesene Risikovermeidung."

Was der Vatikan darunter versteht kommt jetzt:

"Die einzig sichere und total verlässliche Methode einer HIV-Übertragung vorzubeugen ist die Abstinenz vor der Ehe und Respekt und gegenseitige Treue in der Ehe. Das war und muss immer die Basis jeder Diskussion über HIV-Prävention und Unterstützung Infizierter sein."

Mit anderen Worten: 30 Jahre nach der ersten Diagnose von Aids, nach der Infektion von Millionen von Menschen in der gesamten Welt und gerade in den Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas, in denen das Wort der katholischen Kirche etwas gilt, wird diese tödliche Propaganda durch die katholische Kirche weiter vertreten und verbreitet.

Ich will es gerade heraus sagen: Der Spruch Päpste sind Mörder, den ich vor 15 Jahren auf ein Papp-Schild schrieb, ist nach wie vor aktuell. Ich finde es beschämend, dass die gewählten Vertreter unserer Bevölkerung Ratzinger zu sich über Moral und Ethik sprechen lassen. In meinem Namen findet das nicht statt.

Ich bin froh, dass wir uns hier bunt und mit Lust versammelt haben, um gegen den Besuch und die Bundestagsrede des alten skurrilen Mannes zu protestieren.

Jahr für Jahr sterben ca. 2 Millionen Menschen weltweit an AIDS, vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die letzte Minute meiner Redezeit möchte ich ihrem Andenken widmen.


in Treptow-Köpenick

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Carsten Schatz im Abgeordnetenhaus

c/o Fraktion DIE LINKE im Abgeordnetenhaus von Berlin
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin

Telefon: 030 - 23 25 25 23  
Fax: 030 - 23 25 25 15
E-Mail: schatz@linksfraktion-berlin.de

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