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30. November 2016 DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Aids beenden!

Zum bevorstehenden Welt-Aids-Tag am 1. Dezember erklärt der Sprecher für Antidiskriminierung Carsten Schatz:

Vielen erscheint es als ein unerfüllbarer Traum. Doch zu verhindern, dass Menschen heute noch an Aids sterben müssen, ist machbar. Dafür muss erstens entschieden gegen die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen gekämpft werden, die HIV-positiv oder davon bedroht sind. Zweitens muss das Versorgungssystem und der Zugang zu ihm stetig verbessert und drittens eine zielgerichtete und vorurteilsfreie Prävention gesichert werden.

Die medizinischen Errungenschaften der letzten 20 Jahre machen es möglich: Die HIV-Infektion ist behandelbar und Menschen mit HIV unter Therapie sind nicht infektiös, medikamentöse Prävention gibt es ebenfalls. All das hat das Leben mit HIV entscheidend verändert. Jetzt kommt es darauf an, die Anstrengungen staatlicher Akteurinnen und Akteure, von Nichtregierungsorganisationen und der Medizin zu bündeln, um das Ziel, Aids bis 2025 zu beenden, zu erreichen.

Rot-Rot-Grün wird mit gutem Beispiel vorangehen und Berlins Verpflichtung als Fast-Track-City (Stadt auf der Überholspur) einlösen. Wir wollen zuerst eine staatliche Diskriminierung HIV-positiver Menschen, die Speicherung in polizeilichen Datenbanken, beenden und einen entsprechenden Antrag einbringen. Der Welt-Aids-Tag ist für uns kein Tag warmer Worte, sondern ein Anlass zu entschiedenem Handeln. Damit zeigen wir unsere Solidarität mit Menschen mit HIV in Berlin und darüber hinaus.